Birnen-Schoko-Tartelettes und Wegwerfgedanken {Werbung}

15. Januar 2017 7

gesunde Birnen-Schoko-Tartelettes

Bevor ich hier loslege eine kleine Ankündigung:

Nächste Woche – am 18.01, ab 11:30 Uhr – gibt’s die nächste, kleine Pop Up Bakery von mir in Zusammenarbeit mit der WISAG Catering. Diesmal in Dortmund und öffentlich. Falls ihr also aus Dortmund oder Umgebung kommt oder zufällig in der Nähe seid, kommt mich doch besuchen und esst ein Stück Kuchen mit uns! Ich würde mich riesig freuen. Hier findet ihr uns:

BIG direkt gesund // WISAG Catering GmbH & Co. KG
Rheinische Straße 1
44137 Dortmund

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So. Jetzt aber zum Thema. Und der möglicherweise aufkommenden Verwirrung direkt entgegenwirkend: nein, meine Birnen-Schoko-Tartelettes schmeckten nicht so schrecklich, dass ich mit dem Gedanken spielte sie wegzuwerfen. Die waren wunderbar. Sonst würde ich erst so lange daran herumexperimentieren, bis sie Wunderland-tauglich sind. Es geht heute eher um das Gegenteil: Lebensmittel nicht wegzuwerfen, Reste sinnvoll zu verwerten und die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Hilft der Umwelt und spart Geld. Das sieht auch ao.de* so, bei deren Weniger-Wegwerfen-Kampagne ich hiermit mitmache. Das Rezept zu den Birnen-Teilen gibt’s natürlich dazu.

gesunde Birnen-Schoko-Tartelettes

gesunde Birnen-Schoko-Tartelettes

Muss ich Lebensmittel wegwerfen, tut mir das immer irgendwie weh. Das hat sich nicht erst durch das Bloggen entwickelt. Das ist schon sehr lange so. Meine Mutter hat das faszinierenden Talent vor dem Einkaufen nicht richtig in den Kühlschrank* zu gucken und dann Sachen in den Einkaufswagen zu schmeißen, die zu Hause bereits in dem rechteckigen Kasten stehen. Da dieser obendrein noch relativ groß ist, verschwindet da gerne mal das ein oder andere in der hinteren Ecke, wird übersehen, rückt seinem Verfallsdatum näher und weit darüber hinaus. Bis dann mal jemand auf die Idee kommt das Ding auszumisten. Mit dem Ergebnis, dass einiges im Müll landet.

Da kriege ich sofortigst eine innerliche Krise. Die gerne mal in einer äußerlichen Diskussion endet. Mutti, ich liebe dich trotzdem. Und is‘ heute auch gar nicht mehr so tragisch. Denn auch meine Eltern schmeißen nicht gerne weg. Wer tut das schon? Es passiert nur trotzdem. Ständig und zu viel. Ich versuche deshalb bewusst nur das zu kaufen, was ich wirklich brauche. Ich schreibe mir eine Liste bevor ich in den Laden gehe und überlege mir vorher, was ich die nächsten Tage essen möchte. Die Zutaten, die man häufig zum Backen benötigt, sind glücklicherweise ganz entspannt. Mehl, Zucker, Backpulver, Öl und Co halten sich eine gefühlte Ewigkeit. Milch in allen Varianten kann man ebenfalls gut lagern, Butter einfrieren, Eier halten es länger im Kühlschrank aus und Schokolade, Flocken, Nüsse und Samen können bei mir niemals ablaufen – die sind schon weit früher aufgegessen. Schwieriger ist es bei Obst und frischen Artikel, wenn ich sie nur zum Backen benötige, so selbst aber gar nicht wirklich mag. Wie Sahne. Dann versuche ich wirklich nur die Menge zu kaufen, die ich tatsächlich brauche. Was aber auch nicht immer funktioniert, da die Packungsgrößen auch nicht super flexibel sind. Sahne landet dann auch bei mir hin und wieder im Mülleimer.

gesunde Birnen-Schoko-Tartelettes

Mit Resten versuche ich ähnlich vorzugehen, wi beim Einkaufen. Ich versuche zum einen keine Reste entstehen zu lassen und zum anderen, diese sinnvoll weiterzuverwerten. Kuchen und Co, die ich am Wochenende backe, kriegen wir zu zweit niemals leer. Und das will ich auch gar nicht – sonst bin ich ruck zuck ne Kugel. Nö, da bekommt mein Liebster am Montag noch etwas für’s Büro und der Rest geht an meine Kollegen. Weg ist’s. Es kommt natürlich aber auch hin und wieder vor, dass ich etwas backe und es einfach schief geht. Beispielsweise habe ich für Weihnachten zwei Biskuits backen müssen, die mir beide aus unerklärlichen Gründen eingesackt sind. Für die Torte habe ich mir das Beste rausgeschnitten. Und hatte dann super viele Reste. Da ich diese auf keinen Fall wegschmeißen wollte, habe ich daraus noch Granatsplitter gemacht. Sehr leckerer Nebeneffekt. Aber auch hier ist das nicht immer möglich. Manches lässt sich einfach nicht weiterverwerten – vor allem nicht, wenn es nicht schmeckt – und landet dann leider, leider in der Tonne.

Wie geht ihr mit dieser Thematik um? Ich glaube je größer der Haushalt ist, desto schwieriger wird es, da man schlechter kalkulieren kann. Zu zweit ist es noch relativ einfach Lebensmittel so zu kaufen, dass man sie auch wirklich komplett aufbraucht. Aber noch mit Kindern und vielleicht den Großeltern im Haus wird es da schon schnell unübersichtlich. Habt ihr Tricks und Tipps? Ich bin gespannt! Schreibt mir gerne. :)

gesunde Birnen-Schoko-Tartelettes

Und zum Schluss noch ein paar Wörtchen zum Küchlein: die Birnen-Schoko-Tartelettes sind ruck zuck zusammengerührt und brauchen nur eine Schüssel. Love it! Dazu sind sie gesund, glutenfrei und ohne raffinierten Zucker. Statt Birnen eigenen sich auch Äpfel hervorragend. Ich habe diesmal Rapsöl als Fett gewählt, da es zum einen geschmacksneutral und zum anderen aus ernährungswissenschaftlicher Sicht das Öl mit der besten Fettsäure-Zusammensetzung ist. Beim Backen muss man lediglich darauf achten, dass man die Tartelettes nicht zu lange im Ofen lässt, sonst werden sie zu trocken. Daher dürfen bei der Stäbchenprobe ruhig noch ein paar wenige Krümel hängen bleiben. Lasst es euch schmecken!

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gesunde Birnen-Schoko-Tartelettes
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Birnen-Schoko-Tartelettes
Vorbereitungszeit
45 Min.
Zubereitungszeit
25 Min.
Arbeitszeit
1 Stdn. 10 Min.
 
Gesunde und glutenfreie Tartelettes mit Schokolade und Birnen. Dazu Haselnüsse. Ohne raffinierten Zucker. Schnell und einfach gebacken.
Gericht: Tarte
Portionen: 4 Tartelettes
Zutaten
  • 50 g Buchweizenmehl
  • 60 g Mandelmehl
  • 60 g Haselnüsse , gemahlen
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 Tl Johannisbrotkernmehl
  • 1/2 TL Kardamom
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Kakao
  • 1 - 2 Birnen
  • 3 Eier
  • 100 g Kokosblütenzucker
  • 100 ml Rapsöl
  • 60 g Zartbitterschokolade (mind. 70%)
  • Haselnüsse zur Dekoration , gehackt
Anleitungen
  1. Vier Tartelette Formen oder eine rechteckige Tarteform leicht einfetten. Den Ofen auf 180° Ober-/ Unterhitze vorheizen.
  2. Buchweizenmehl mit Mandelmehl, Haselnüssen, Backpulver, Johannisbrotkernmehl, Kardamom, Zimt und Kakao gut vermischen. Beiseite stellen. Die Schokolade im heißen Wasserbad schmelzen. Birnen schalen, vierteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden.
  3. Eier mit Zucker schaumig schlagen. Langsam das Öl hinzugeben und gut einarbeiten. Dann ebenso die Schokolade unterrühren. Mehlmischung hinzugeben und kurz untermischen, bis gerade so alles verrührt ist. Den Teig auf die vier Formen verteilen und etwas glatt streichen. Mit Birnen belegen und gehackten Haselnüssen bestreuen. Im heißen Ofen für etwa 25 Minuten backen. Nach 20 Minuten mit der Stäbchenprobe überprüfen, damit der Kuchen nicht zu trocken wird. Es dürfen kleine Krümel hängen bleiben.
Rezept-Anmerkungen
Schwierigkeit: ganz einfach

 Quelle: orientiert an diesem Rezept von The Food Club

gesunde Birnen-Schoko-Tartelettes

English recipe

Pear Chocolate Tartelettes

»» healthy | glutenfree | autumn/ winter cake ««

Prep time: 30 min – baking: 25 min •• very simple

INGREDIENTS (for about 4 tartelettes)

  • 50g buckwheat flour
  • 60g almond flour
  • 60g hazelnuts, grounded
  • 1 tsp baking powder
  • 1/2 tsp carob gum
  • 1/2 tsp cardamom
  • 1 tsp cinnamon
  • 1 tsp cacao
  • 100ml rape seed oil
  • 3 eggs
  • 100g sugar
  • 1 – 2 pears
  • 60g dark chocolate (at leats 70%)
  • Hazelnuts for decoration

PREPARATION

  1. Write a comment if you would have the recipe in English. :)

Habt noch ein wunderhübsche Woche, ihr Lieben 

Mara

* Werbung: dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit meinem Kooperationspartner AO.de entstanden. Die Inhalte sind natürlich persönlich und davon nicht beeinflusst.

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7 Kommentare zu “Birnen-Schoko-Tartelettes und Wegwerfgedanken {Werbung}

  1. tomateninsel sagt:

    Hi Mama,
    ich hasse es auch, Lebensmittel wegzuwerfen. Zum Glück habe ich das ganz gut im Griff. Will ich z.B. für eine Woche Lebensmittel für das Abendessen einkaufen, dann plane ich nur für 4-5 Tage. Die restlichen Tage werden dann aufgefüllt durch das Essen, das ich unbeabsichtigt zu viel gekocht habe (oft kann man das ja nicht so genau planen) oder wenn ich spontan mal keine Lust auf kochen habe. Zusätzlich habe ich einen Grundstock an unverderblichen Lebensmitteln (z.B. Nudeln und passierte Tomaten für Nudeln mit Tomatensoße), wenn ich noch etwas für die unverplanten Tage benötige. Das klappt eigentlich ganz gut.
    LG Melli

  2. tomateninsel sagt:

    Mara sollte es natürlich heißen. Dumme Autovervollständigung am Handy ;-)

  3. Oliver sagt:

    Ich verstehe das Zuckerfrei aus der Beschreibung nicht. Im Rezept stehen doch 100 gr Zucker drin. Bekomme ich da etwas nicht mit? Habe ich was falsch gelesen? Nicht das mich der Zucker stört, aber ohne wäre cool. Vielleicht hilft mir jemand auf die Sprünge 😊

    • Mara sagt:

      Hups. Danke dir! Da habe ich das Wort „Kokosblüten“ davor vergessen. Habe ich jetzt ergänzt. Da wollte ich mal wieder zu schnell sein. Also: Kokosblütenzucker ist gemeint. Und nicht „zuckerfrei“, sondern frei von raffiniertem Zucker. So steht es da aber schon von Beginn. :)

      Liebe Grüße und noch einmal danke für den Hinweis :)
      Mara

  4. Hallo liebe Mara!
    Deine Tartelettes klingen toll! Ich nehme Backreste auch meist zu den Nachbarn oder ins Büro mit. Nur letztens wars mir sooo leid, da hab ich am Abend die Reste für die Kollegen zusammengestoppelt – fast schon selbst eine Torte – und hab dann in der Nacht MagenDarm bekommen. Aus der Befürchtung, den Virus auf dem Kuchen hinterlassen zu haben, hab ichs weggeschmissen. Das tat mir im Herzen weh, wars doch so köstlich. Der Kühlschrank hingegen schluckt leider gerne mal Lebensmittel, die man erst wieder zu Gesicht bekommt, wenns zu spät ist :-/ Da muss ich echt noch was tun.
    Alles Liebe, Claudia

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