Rhabarber-Hefefladen & Hefeteig-Erkenntnisse

24. April 2016 2

Rhabarber-Hefefladen

Ich verspreche heute vorab hoch und heilig: das ist vorerst das letzte Hefegebäck! Ehrenwort! Zumindest für die nächsten zwei Wochen. Mal gucken, ob es klappt. Hab da nämlich schon ein paar Schneckchen geshootet, die einfach traumhaft lecker waren. Aber die müssen warten. Soll euch ja nicht langweilig werden hier. Hefegebäck mag ja nicht jeder. Zumindest nicht so ausgeprägt wie ich momentan. Ich erwarte ja noch, dass das nur eine Phase ist und bald aufhört. Bis jetzt merke ich davon jedoch nichts. 0, 0.

Rhabarber-Hefefladen

Und deshalb experimentiere ich auch Woche für Woche weiter mit neuen Kreationen. Was ich seit letzter Woche weiß: mir schmeckt kein Kokosöl an Stelle von Butter im Hefeteig. Wird auch nicht so fluffig. Nichts für mich. Dafür klappt die Kombination aus Dinkelmehl, Dinkelvollkornmehl und Erdmandelmehl sehr gut. Geht nur mehr in die Breite, als ich die Höhe. Aber das bringt der Dinkel nun mal mit sich. Wer das umgehen will, steckt den Teig in ’ne Form. Dann kann da nix schiefgehen. Sollte man außerdem nicht zu lange backen, sonst wird’s schnell trocken und fest. Aber zu lange backen mag Hefeteig generell nicht. Obacht an dieser Stelle. Lieber einen Tick zu früh rausholen, als zu spät. So handhabe ich das zumindest mittlerweile. Außerdem: Kokosblütenzucker macht sich richtig gut in Hefegebäck. Vor allem in Kombination mit Zimt. Das Rezept folgt noch. Die Schneckchen. Demnächst.

Rhabarber-Hefefladen

So viel zu meinen Hefeteig-Erkenntnissen. Weitere folgen. Heute gibt’s erst mal meinen Standardteig mit normalo Weizenmehl, Mandelmilch, ’nem Schuss Likör, Zitronenschale und Vanille. Und damit der voll in den Frühling passt, wird er als Fladen ausgerollt und mit Rhabarberstreifen belegt. Da streut man ein wenig Vanillezucker und gehackte Pistazien drüber und fertig ist das Frühlingssüß. Da außer dem Hefeteig und Rhabarber nicht viel dabei ist, schmeckt man letzteren wunderbar raus. Das mag ich gerne. Häufig ist es bei Kuchen und Gebäck so, dass das Obst/ Gemüse ein bisschen unter geht. Streusel, Käsekuchenmasse, Baiser und Co stehlen da häufig ein wenig die Show. Das ist hier nicht der Fall. Dafür ist es insgesamt aber auch weniger süß. Süßmäuler genehmigen sich also vielleicht noch ein Häubchen Sahne dazu. Oder hauen mehr Zucker oben drauf. Ganz wie ihr es am liebsten mögt!

Rhabarber-Hefefladen
Vorbereitungszeit
45 Min.
Zubereitungszeit
25 Min.
Arbeitszeit
1 Std. 10 Min.
 
Hefefladen belegt mit Rhabarber und bestreut mit Zucker und Pistazien. Weniger süß, dafür intensiver im Rhabarber-Geschmack. Schmeckt am besten frisch und mit einem Häubchen Sahne.
Gericht: Kleingebäck
Portionen: 2 Hefefladen
Zutaten
Hefeteig
  • 500 g Mehl , Type 405
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Tl gemahlene Vanille
  • 1 Pack Zitronenschale (oder von 1 Zitrone)
  • 230 ml Mandelmilch
  • 1 Würfel Hefe
  • 60 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 2 EL Vanillelikör
  • 70 g Butter , weich
Topping
  • 400 g Rhabarber
  • Gehackte Pistazien
  • 1 Päckchen Vanillezucker
Außerdem
  • 1 Eigelb
  • Mandelmilch
Anleitungen
  1. Für den Hefeteig Mehl mit Salz, Vanillemark und ZItronenschale mischen. Milch lauwarm erhitzen, Zucker einrühren, die Hefe hineinbröckeln und darin durch Rühren auflösen. Hefe-Milch mit Ei und Vanillelikör zum Mehl geben und mit den Knethaken der Küchenmaschine oder des Handrührers zu einem geschmeidigen Teig kneten. Nach kurzer Zeit die Butter in Stücken hinzugeben. Insgesamt rund 10 Minuten kneten. Teig in eine leicht eingeölte Schüssel geben und mit einem Küchenhandtuch abgedeckt an einem warmen Ort bis zum doppelten Volumen aufgehen lassen.
  2. Inzwischen für das Topping den Rhabarber waschen. Eine Hand voll Pistazien hacken. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Eigelb mit Mandelmilch verquirlen.
  3. Teig in zwei gleich große Stücke teilen. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Fladen ausrollen. Mit Eigelb-Milch-Mischung bestreichen. Rhabarber auf die richtige Größe schneiden und auf den Fladen verteilen. Gut eindrücken. Mit Pistazien und Zucker bestreuen. Ofen auf 180° C vorheizen. Solange den Hefefladen nochmals gehen lassen. Rhabarber nochmals gut eindrücken und dann für rund 25 Minuten im heißen Ofen backen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Dazu passt frisch geschlagene Sahne. Die Fladen schmecken am besten frisch am ersten Tag, können aber bis zu drei Tagen gegessen werden.
Rezept-Anmerkungen

Schwierigkeit: einfach

Rhabarber-Hefefladen

English recipe

Rhubarb Yeast Flatbread

»» spring pastry | topped with pistachios & sugar | tastes best fresh ««

Prep time: 45 min – baking: ~ 25 min •• simple

INGREDIENTS (for about 2 flat cakes)

Yeast dough

  • 500g flour, type 405
  • 1 pinch of salt
  • 1/2 tsp grounded vanilla
  • 1 paket lemon peel (or grated peel of 1 lemon)
  • 220ml almond milk
  • 1 cube fresh yeast (42g)
  • 60g sugar
  • 1 paket vanilla sugar (8g)
  • 1 egg
  • 2 tbsp vanilla liqueur
  • 70g butter, soft

Topping

  • 400g rhubarb
  • Some pistachios
  • 1 package vanilla sugar

Egg wash

  • 1 egg yolk
  • almond milk

PREPARATION

  1. Write a comment if you would like to have the recipe in English! :)

Ich wünsche euch noch den herrlichsten Sonntag, meine Lieben! 

Mara

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2 Kommentare zu “Rhabarber-Hefefladen & Hefeteig-Erkenntnisse

  1. […] Mara ist im Hefefieber. Sie experimentiert mit Kokosöl, Dinkelmehl oder Erdmandelmehl und tastet sich an ihre perfekte Hefekreation heran. Ihr Rhabarber-Hefefladen hat es definitiv aufs Treppchen geschafft. Mit Mehl, Mandelmilch, Vanille und Zitrone hat sie einen luftigen Fladen gezaubert, der von süßem Rhabarber gekrönt wird. Zum Rezept […]

  2. Grit Friedrich sagt:

    Hefeteig schmeckt viel viel besser mit sehr wenig Frischhefe ind dafür langer Führung. Wird bekömmlicher und gesünder (Abbau Acrylamid!). Ausserdem schmeckt man die Zutaten, gutes Mehl hat nämluch einen Eigengeschmack, und nicht nur Hefe. Probier‘s mal: auf 500g Mehl höchstens 2g Hefe. Nach langem Kneten (Maschine ca. 15 min, per Hand 30) 1-2 Stunden im Zimmer stehen lassen, dann in den Kühlschrank für ca. 12h. Rausholen, Formen, nochmals 1-1,5h akklimatisieren lassen, dann backen. Schmeckt viel besser!
    Nur so als Tip.
    Danke aber für die Idee mit dem Rhabarberfladen!
    Liebe Grüsse
    Grit

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